Weisheitsgeschichten

Weisheitsgeschichten


 

√Ąhnlich wie bei den meisten Menschen in meinem Umfeld, waren meine Einblicke in das Gro√üe Ganze tiefgr√ľndig in diesem Jahr 2023. Teils leidvoll. Teils freudvoll. Jedenfalls erkenntnisreich. Faszinierend waren die H√§ufungen an Synchronizit√§ten. Der Weg f√ľhrte mich einen Ticken tiefer in die Mystik hinein, um zu erkennen: Fantasie ist eine wertvolle Qualit√§t. G√∂ttin Gaya, eine gro√üe Lehrmeisterin, zeigt sie uns permanent auf.

Und ich frage mich: Wie viel k√∂nnen wir erkennen und wahrnehmen?¬† Wie viele Sinne kennen und nutzen wir? Wie viel Potential liegt brach?¬† Wie viel ist da noch im Dunkeln? Wer sind wir wirklich? Geschichten k√∂nnen uns hier Initialz√ľnder sein. Sie regen unsere Fantasie und damit unsere Sch√∂pferkraft an. Bald wirst du mehr davon finden. Der Plan ab 2024: Jede Woche eine neue Geschichte hier. Viel Freude beim Lesen!

 

DIE PALME

Durch eine Oase ging ein finsterer Mann; er hie√ü Ben Sadok. Er war so finster und b√∂se in seinem Charakter, dass er nichts Gesundes und Sch√∂nes sehen konnte, ohne es zu zerst√∂ren oder zu verderben. Am Rand der Oase stand eine junge Palme im besten Wachstum. Dieser Baum stach dem finsteren Mann in die Augen. Er nahm einen schweren Stein und legte ihn der jungen Palme mitten in die Krone. Mit einem b√∂sen Lachen ging er danach weiter. Die junge Palme sch√ľttelte und bog sich und versuchte, die schwere Last abzusch√ľtteln. Vergebens. Zu fest sa√ü der Stein in ihrer Krone. Da krallte sich der junge Baum tiefer in den Boden und stemmte sich gegen die steinharte Last. Er senkte seine Wurzeln so tief in den Boden, dass sie eine verborgene Wasserader erreichten. So konnte die Palme gen√ľgend Wasser erhalten. Sie wuchs und stemmte ihren Stamm und ihre Krone so kr√§ftig gegen den Stein, dass sie gewaltig wuchs und √ľber jeden Schatten hinausragte. Das Wasser aus der Tiefe und die Sonne aus der H√∂he machten eine k√∂nigliche Palme aus dem jungen Baum. Nach vielen Jahren kam Ben Sadok wieder, um nach der Palme zu sehen und glaubte, sie w√§re zum Kr√ľppelbaum verwachsen. Aber Ben Sadok suchte vergebens. Da senkte die stolze gro√üe Palme ihre Krone, zeigte den Stein und sagte: ‚ÄěBen Sadok, ich m√∂chte dir danken. Die Last, die du mir gegeben hast, machte mich stark und kraftvoll.‚Äú Ben Sadok ging besch√§mt nach Hause. Afrikanisches M√§rchen

 

DER BAUM UND DAS GRAS

Es war einmal ein gro√üer Baum mit einem m√§chtigen Stamm und einer gewaltigen Krone. Schon von weitem konnte man diesen Baumriesen sehen, wie er seine gewaltigen Arme in den Himmel streckte. Er war auch sehr stolz auf sich und seine Gr√∂√üe und er blickte ein wenig mitleidig auf das Gras zu seinen F√ľ√üen, er, der Herr des Waldes. Das Gras blickte staunend zu dem m√§chtigen Baum empor, h√∂rte das Rauschen des Windes in seinem Laub. Das Gras war weich und biegsam und rauschte auch im Wind, aber viel, viel leiser. Ein Sturm kam auf, und der Wind verfing sich in den √Ąsten und Bl√§ttern des Baumriesen, der mit aller Kraft seiner Wurzeln gerade noch standhielt, aber schon schwer zu k√§mpfen hatte. Das Gras bog sich bis zur Erde, und der Wind wurde immer st√§rker. Dann kam eine pl√∂tzliche Windb√∂, es gab ein Krachen, das ebenso gewaltig war wie der stolze, hohe Baum, und langsam neigte sich der Riese, entwurzelt, zersplittert, ein Bild der Niederlage und der Zerst√∂rung. Der Sturm legte sich bald, und das Gras begann sich langsam aufzurichten, w√§hrend der Regen sanft auf den Halmen abperlte. Aus „Die spirituelle Schatzkiste“ von Arjuna P. Nathschl√§ger


Ein Mensch, der sein Ego losgelassen hat, ist wie das kleine, bescheidene und anpassungsf√§hige Gras in dieser Geschichte, oder wie ein Laubbaum, der im Herbst seine Bl√§tter fallen l√§sst, um den St√ľrmen im Herbst und Winter weniger Widerstand entgegen zu setzen: Dieser Mensch wird von den St√ľrmen des Schicksals weniger gesch√ľttelt als der stolze, eingebildete Mensch, dessen Ego leicht zu verletzen ist.

 

DIE TR√ĄUME DER DREI B√ĄUME

Es waren einmal drei kleine B√§ume. Sie wuchsen oben auf einem H√ľgel. Jeder Baum hatte einen ganz besonderen Wunsch, was aus ihm einmal werden sollte, wenn er gro√ü war. Der erste Baum sehnte sich danach, eine gro√üe Schatzkiste zu werden. Eine Schatzkiste, die im Inneren den gr√∂√üten Schatz tragen w√ľrde, der je auf der Welt gewesen war. Der zweite Baum hatte auch einen Traum. Er wollte ein gro√ües Schiff werden, dass die weitesten Meere √ľberquerte und das den m√§chtigsten K√∂nig der Welt sicher tragen w√ľrde. Auch der dritte Baum hatten einen Traum. Er wollte der gr√∂√üte Baum im Wald werden. Wenn die Mensch an ihm auf sehen w√ľrden, sollten sie immer h√∂her und h√∂her hinauf schauen, bis zum Himmel. Auf diese Weise w√ľrde er ihnen den Weg zu Gott weisen k√∂nnen. Die Jahre gingen dahin und die B√§ume wuchsen und wurden gr√∂√üer. Sie lernten die Jahreszeiten zu erkennen und, dass aus der √Ėde des Winters die Fruchtbarkeit des Fr√ľhlings entspringen w√ľrde. Sie lernten, dass neue F√ľlle nur entstehen kann, wenn vorher im Herbst die Bl√§tter fallen. Es wuchs auf diese Weise die Weisheit in ihnen. Sie wurden alle drei gro√üe B√§ume, nicht die allergr√∂√üten, aber gro√üe B√§ume.

Der Weg

An einem Tag passierte etwas Unerwartetes. Drei Holzf√§ller betraten den Wald. Der erste Holzf√§ller schaut sich den ersten Baum an und dachte, was f√ľr ein wundervolle Baum das doch sei. Er wird wundervolle Bretter geben. Und er schwang seine Axt und der Baum empfand einen scharfen Schmerz, als die Axt in sein Holz eindrang. Aber in dem Moment, als er auf die Erde fiel, erinnerte er sich an seinen Traum. Und er dachte bei sich, vielleicht ist das ein Schritt meinen Traum zu erreichen. Denn wenn ich eine gro√üe Schatzkiste werden m√∂chte, die den gr√∂√üten Schatz in sich tr√§gt, dann muss ich irgendwie diesen Wald verlassen. Der zweite Holzf√§ller betrachtet den zweiten Baum und wahr ber√ľhrt von der Sch√∂nheit dieses Baumes. Und er dachte, was ist das doch f√ľr ein wundervolles Holz in dem Baum. Und als eine sein Axt in den zweiten Baum schwang, f√ľhlte auch dieser Baum einen tiefen scharfen Schmerz bis in den Kern seines Wesens hinein. Aber als auch dieser Baum zur Erde fiel, erinnerte er sich daran, ja ein gro√üartiges Schiff werden zu wollen, dass √ľber die Weite des Meeres hinweg segelt und, das in sich einen m√§chtigen K√∂nig tragen wird. Und er dachte, vielleicht f√ľhrt mich das alles zur Erf√ľllung meines Traumes. Denn um ein gro√ües Schiff zu werden, muss ich diesen Wald verlassen. Der dritte Holzf√§ller schaute sich den dritten Baum gar nicht genau an, sondern schwang einfach seine Axt in ihn hinein. Und als der Baum auf den Boden fiel, hatte er keinen Traum an dem er sich h√§tte festhalten k√∂nnen. Der scharfe Schmerz geschlagen worden zu sein, fiel zusammen mit der Erkenntnis, seinen Traum niemals mehr leben zu k√∂nnen. Dieser Baum ¬†w√ľrde nie mehr der gr√∂√üte Baum werden k√∂nnen und auf diese Weise den Weg zu Gott zeigen k√∂nnen. Der erste Baum f√ľhlte sich sehr geehrt. Er wurde zu einer gesch√§ftigen Holzfabrik gebracht wo ein Mann war, der Holz wunderbar verarbeitete. Ja, dachte dieser Baum, das Leben unterst√ľtzt meinen Traum. Es f√ľhrt mich an den Ort, an dem mein Traum geformt werden kann. Der zweite Baum wurde zu einer Schiffswerft gebracht. Und auch er f√ľhlte sich sehr dankbar. Das Leben unterst√ľtzt meinen Traum. Es bringt mich genau an den Ort, an dem mein Traum geformt werden kann. Nun, der dritte Baum wurde nur zu einen einfachen Platz gebracht, wo Holz recht lieblos gelagert wurde. Er wurde achtlos auf diesen Platz geworfen. Aber es machte ihm nicht mehr aus, denn er war gef√ľhllos geworden. Es hatte keinen Traum mehr in sich, der dazu beigetragen h√§tte k√∂nnen, das Leben in ihm aufrecht zu erhalten.

Die Enttäuschung

Eines Tage wurde nun das Holz des ersten Baumes genommen. Und der Baum dachte, dies ist nun der Augenblick, an dem ich in meinen Traum verwandelt werde. Darauf habe ich so lange gewartet. Doch gab es an diesem Tag keinen Auftrag f√ľr eine Schatztruhe, sondern nur f√ľr eine gew√∂hnliche Futterkiste in die man Heu legen konnte. Und als der Baum erkannte, dass sein Holz¬† in eine globige Holzkiste verwandelt werden sollte, da brach sein Herz. Der Traum, der diesen Baum am Leben erhalten hatte, konnte nicht l√§nger weiterleben. Einige Jahre sp√§ter geschah etwas auf der Schiffswerft. Der Schiffshersteller nahm das Holz vom zweiten Baum. Und auch dieser Baum dachte, jetzt ist der Zeitpunkt der Verwirklichung meines gro√üen Traumes gekommen. Ich werde verwandelt in ein gro√ües Schiff und trage den K√∂nig der K√∂nige √ľber die See hinweg. Doch an diesem Tag gab es keine Bestellung f√ľr ein gro√ües Schiff. Da war nur eine Bestellung f√ľr ein einfaches, simples Schifferboot. Und als der Baum erkannte f√ľr was sein Holz verwendet werden sollte, da brach es auch ihm das Herz. Denn in diesem Augenblick verlor der Baum seinen Traum.

Die Erf√ľllung

Die Jahre vergingen in denen der erste Baum eine einfach, globige Futterkiste in einer Scheune auf einer Farm war. Aber eines Tages passierte etwas. Es passierte in der Nacht. Etwas Ungew√∂hnliches geschah, etwas v√∂llig Unerwartetes. An jenem Abend betraten ein Esel, ein Mann und eine Frau diese Scheune. Und die Scheune war pl√∂tzlich erf√ľllt von einer wundervollen Gegenwart, die hier nie zuvor gewesen war. Sp√§ter in der Nacht erf√ľllte dann ein sanftes Schreien eines neugeborenen Babies diese Scheune. Und im fr√ľhen Morgen nahm die Frau das neugeborene Baby und legte es behutsam auf das Heu in der Futterkiste. In jenem Moment war der Traum des ersten Baumes erf√ľllt worden. Denn, obwohl er in den Augen der Welt weiterhin aussah, wie eine globige Futterkiste f√ľhlte sich im inneren der Baum als die wundervollste und kostbarste Schatzkiste, die es je gegeben hat. Denn in sich trug diese Schatzkiste den wundervollsten Schatz dieser Welt. Viele Jahre vergingen weiter. Der zweite Baum war ein ausgeleiertes Fischerboot geworden, irgendwo im nirgendwo der Welt. Ein Boot, das versuchte sich irgendwie zusammen zuhalten und zu √ľberleben. Aber etwas sehr ungew√∂hnliches geschah. Es war wieder am Abend. Das ausgeleierte Boot war bereits in den Hafen hereingebracht worden, doch zu seiner √úberraschung begannen einige Fischer es wieder hinaus zu ziehen. Als die vier M√§nner in das Boot stiegen, war es noch ein sehr ruhiger See. Aber als die M√§nner die Mitte des Sees erreichten, kam wie aus dem Nichts ein Sturm. Ein gro√üer, heftiger Sturm tat sich urpl√∂tztlich auf, und die Wellen dr√∂hnten und schlugen gegen die Planken des Bootes. Das Boote wurde von gro√üer Angst erf√ľllt, dass es bei diesem Sturm¬† auseinander fiele und die M√§nner ertr√§nken. Aber es war auch sehr erstaunt, denn einer der M√§nner lag in diesem Sturm ruhig schlafend mitten im Boot. Schlie√ülich weckten die anderen M√§nnern diesen Mann. Da stand dieser aufund schaute hinaus in die tosende Schw√§rze des Sturm. Sodann sprach er sanft die Worte: Friede, Friede, Friede. Fast unmittelbar l√∂ste der Sturm sich auf, und die Sterne erschienen wieder am Himmel. Der See wurde ruhig und spielgelglatt. In diesem Augenblick erkannt der zweite Baum, dass sein Traum erf√ľllt worden war. Denn es f√ľhlte sich wie das gro√üartigste Schiff der Welt, das den gr√∂√üten Herrscher der Welt in sich trug √ľber das weiteste, weiteste Meer hinweg. Weitere Jahre vergingen. Der arme dritte Baum war einfach vergessen worden und lag gef√ľhllos auf diesem Haufen alten Holzes im irgendwo. Unerwartet und pl√∂tzlich tauchten einige M√§nner mir rauen Stimmen und rauen H√§nden auf. Sie griffen sich das Holz, um es an einen anderen Ort zu schleppen. Dort nagelten sie die beiden Hauptst√ľcke aneinander. Dann geschah das Schreckliche. Ein Mann wurde gebracht und auf das Holz des dritten Baumes gelegt. Ein wundervoller Mann und der Baum f√ľhlte das Herz des Mannes schlagen, das auf seinem Holz ruhte. Als dieser Mann auf das Holz genagelt wurde, empfand dieser dritte Baum gro√üe Scham. Wie hatte er sich so weit entfernen k√∂nnen von seinen Tr√§umen? Wie hatte dieser Baum doch so verloren gehen k√∂nnen und etwas so anderes werden k√∂nnen, als den Weg zu Gott zu weisen? Aber etwas Unerwartetes geschah. Drei Tage sp√§ter stand der Mann, der an den Baum genagelt von den Toten auf. Und seit diesem Moment, seit diesem Tag und wenn Menschen Holz so zueinander gefertigt sehen, wie es der dritte Baum zuletzt gewesen war, zeigt dies in vielen Gegenden der Welt den Weg zu ihrem Gott. So war auf eine sehr unerwartete Weise auch der Traum des dritten Baumes Realit√§t geworden. Er zeigte nicht als der gr√∂√üte Baum des Waldes hinauf zu diesem weit entfernten Gott am Himmel. Aber als Kreuz zeigt er nun den Weg zum Gott der Verwandlung, und das aus dem Tod heraus Auferstehung geschehen kann. So erf√ľllte sich der Wunsch der drei B√§ume doch noch: Der erste Baum war tats√§chlich zu einer Schatztruhe geworden, die den wertvollsten aller Sch√§tze in sich trug: Gottes Sohn ist als Kind in einer Krippe zur Welt gekommen. Der zweite Baum hatte tats√§chlich den m√§chtigsten aller K√∂nige an Bord gehabt: Jesus bewies in dem kleinen Boot seine Macht √ľber Wind und Wellen. Und auch der Wunsch des dritten Baumes war in Erf√ľllung gegangen: Jedes Mal, wenn die Menschen das Kreuz anschauen, erinnern sie sich an die Verbindung zur Quelle.

 

GOTT ROOG-SEN IM LAND DER SERER (SENEGAL)

Zu Anfang lebten Menschen, Tiere und B√§ume im Wald. Dann bek√§mpften sie sich untereinander. Eines Tages, als Menschen und Tiere dabei waren, sich gegenseitig im Wald umzubringen, wurden auch die B√§ume zu M√∂rdern. Du musst wissen, dass die B√§ume zu jener Zeit sprachen, h√∂rten und sich bewegten. Zwischen den drei Gattungen, B√§umen, Tieren und Menschen war ein unbarmherziger Krieg ausgebrochen. Da schritt Gott Roog-Sen ein. Er bestrafte die B√§ume: Von nun an waren sie stumm., blind, gel√§hmt und auf ewig unbeweglich. Aber Roog-Sen lie√ü ihnen die Ohren und deshalb sind die B√§ume heilig, da sie alles h√∂ren. Den Tieren hat Roog-Sen die Verr√ľcktheit eingehaucht. Sie sind ungez√ľgelt, aber Roog-Sen hat ihnen ihren Instinkt gelassen. Bei den Menschen hat er sich damit begn√ľgt, ihre Gr√∂√üe und ihre Lebenszeit zu verringern, nicht aber ihren Geist. Seitdem ist Roog-Sen nicht mehr eingeschritten. Das tut der Sch√∂pfer nur bei Katastrophen, ansonsten sind bei den Serern die Menschen mehr mit ihren Ahnen (leiten das Leben) als mit Gott verbunden.


Aus dem Buch Theos Reise (Roman √ľber die Religionen der Welt) von Catherine Cl√©ment, dtv-Verlag

 

DER ESEL, DER TIGER UND DER L√ĖWE

Der Esel sagte zum Tiger: „Das Gras ist blau.“ Der Tiger antwortete: „Nein, das Gras ist gr√ľn!“

Ein Streit brach aus und so gingen sie zum K√∂nig der Tiere, dem L√∂wen, zwecks Kl√§rung. Als der Esel den Platz erreichte, an dem der L√∂we auf seinem Thron sa√ü, begann er zu schreien: „Eure Majest√§t, ist es nicht wahr, dass das Gras blau ist?“ Der L√∂we antwortete: „Ja, nat√ľrlich ist das Gras blau.“ Der Esel war begeistert und fuhr fort: „Der Tiger widerspricht mir,¬† und nervt mich, bitte bestrafe ihn.“ Der K√∂nig (L√∂we) verk√ľndete: „Der Tiger wird mit einem Monat Schweigen bestraft.“ Der Esel sprang gl√ľcklich und ging zufrieden weiter und wiederholte: „Das Gras ist blau … das Gras ist blau …“ Der Tiger nahm seine Strafe an und fragte den L√∂wen: „Eure Majest√§t, wof√ľr habt ihr mich bestraft? Immerhin ist das Gras gr√ľn?“ L√∂we: „Das Gras ist tats√§chlich gr√ľn.“ Der √ľberraschte Tiger fragte: „Warum bestraft ihr mich dann?“ L√∂we: „Es hat nichts damit zu tun, ob das Gras blau oder gr√ľn ist. Deine Strafe kommt daher, dass es f√ľr ein tapferes und intelligentes Wesen wie dich nicht sein kann, seine Zeit damit zu verschwenden, mit einem Narren und Fanatiker zu streiten. Die schrecklichste Zeitverschwendung ist es, mit jemandem zu streiten, dem weder Wahrheit noch Realit√§t wichtig sind, sondern nur der Sieg seiner √úberzeugungen und Illusionen. Und dann noch meine Zeit zu verschwenden. Verschwende keine Zeit mit nutzlosen Argumenten.“ Es gibt Leute, die die Wahrheit nicht akzeptieren k√∂nnen, da sie nicht in ihr Weltbild passt, sie verteidigen lieber die L√ľge und verspotten denjenigen der die L√ľge aufzeigt. Sie wollen sich nur behaupten. Gleichzeitig sind sie von Hass geblendet und die Diskussion wird von Beleidigungen begleitet. Wenn Unwissenheit schreit, ist der Geist still.


P.S. In diesem Sinne lasst uns jetzt NICHT √ľber die Bedeutung dieser 3 Tiere streiten ūüėČ Auch ich nehme sowohl Tiger als auch Esel anders wahr. Die Geschichte an sich erscheint mir wertvoll.¬†

 

Herzensgru√ü ūüíö

Angelika – die den B√§umen lauscht ūüĆ≤

 

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108 Sonnengr√ľ√üe zum Jahresbeginn – DI, 09.01.24 – 18 bis 20 Uhr im Wiener WUK, W√§hringer Stra√üe 59, 1090 Wien, Nur mit Anmeldung unter office@shinrinyoga.at

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Infotermin zu den Waldbaden-Ausbildungen ūüćÄ

 

Mensch mit starker Verbindung zu einem Baum des Lichts